Rügenhof

Handarbeit

Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und anderen Vitalstoffen sind die Sanddornbeeren, die im Herbst auf Rügen geerntet werden, echte Muntermacher und Erkältungs-Killer. Doch die dornigen Sträucher geben ihre kleinen Schätze nicht so ohne Weiteres her: Die Ernte der orange leuchtenden Beeren erfolgt seit jeher in Handarbeit: Traditionell werden die die Sträucher „gemolken“. Dabei pressen die mit dicken Handschuhen gegen die Dornen geschützten Erntehelfer die Beeren direkt am Strauch aus. Den aromatischen, herb-sauren Saft, der auf diese Weise gewonnen wird, sammeln die fleißigen Helfer in Eimern, um ihn später weiter zu verarbeiten. Etwas weniger mühselig ist die andere Methode des Sanddorn-Erntens: Hierbei werden ganze Zweige abgeschnitten und tiefgefroren. Wenn die Beeren dann hartgefroren sind, lassen recht gut sich von den Zweigen abschlagen und weiterverarbeiten. Neben Saft, Likör, Sirup und Marmeladen macht man daraus auch Bonbons, Gummibärchen oder Tee. Und sogar bei der Veredelung von Salami kommt der Sanddorn zum Einsatz. Wie viele andere Rügen-Produkte geben die Sanddorn-Erzeugnisse auch tolle kulinarische Souvenirs für zuhause ab.

Auf dem Rügenhof am Kap Arkona können Urlauber den Sanddorn auf seinem Weg von der Plantage bis zur Verarbeitung selbst ein Stück weit begleiten: Noch bis Ende November nehmen die Mitarbeiter interessierte Gäste montags, mittwochs und freitags pro Woche mit in die Plantage zum Schneiden und Putzen des Sanddorns und zur Vorbereitung der erbsengroßen Früchte zum Pressen.