"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Großsteingrab Starrvitz

18556 Starrvitz

Bei diesem teils noch überhügelten Megalithgrab handelt es sich um ein trapezförmiges Langbett mit den Maßen von ca. 35 m x 6 bzw. 10 m. Die wahrscheinlich noch komplett erhaltene Grabkammer, von der noch drei Decksteine erkennbar sind, befindet sich im Westen des Hünengrabes. Möglicherweise existiert noch eine zweite Grabkammer im Ostteil des Grabes, worauf ein aus dem Hügel herausragender größerer Stein hinweist. Das Hünenbett mit seinen Umfassungssteinen ist zum großen Teil noch gut erhalten, was ebenso auf einen umgestürzten Wächterstein an der Südwestecke zutrifft.


Großsteingrab "Goldbusch" bei Altensien

Dolmen, Näpfchenstein

18586 Lancken-Granitz

Zwischen Altensien und Moritzdorf befindet sich auf einer flachen Anhöhe das Großsteingrab „Goldbusch“. Unter Leitung von Prof. Ewald Schuldt wurde dieses Grab 1969 archäologisch untersucht. Dabei wurde entdeckt, dass die Tragsteine nicht wie üblich in eine Grube eingelassen wurden, sondern auf den anstehenden Boden gestellt worden sind und ringsherum eine Lehmpackung zur Stabilität aufgeschichtet wurde. Neben trichterbecherzeitlichen Funden aus der Zeit um 3000 v. Chr., zu denen Beile, Meißel, Klingen, Keramik und Querschneider zählen, konnten bei der Ausgrabung auch jüngere Funde aus der Einzelgrabkultur geborgen werden.


Der Findling von Bergen

18528 Bergen auf Rügen

Dieser ca. 8 m³ große und ca. 35 t schwere Findling könnte der Gerichtsstein des mittelalterlichen bzw. neuzeitlichen Bergens gewesen sein. Die Lage innerhalb des Stadtbildes lässt diese Hypothese wahrscheinlich werden. Zwischen Markt und Kloster befand sich damals der Gerichtsplatz. Da jedoch 1803 das Landgericht von der Insel auf das Festland verlegt wurde, geriet der Stein in Vergessenheit und wurde überbaut. Bei Bauarbeiten wurde er im Jahr 1996 wiederentdeckt.


Mordwange bzw. Sühnestein in Schaprode

18569 Schaprode

Das 2,40 m hohe Sühnekreuz befindet sich an der Hauptstrasse am nördlichen Ortsausgang in Schaprode. Der obere Teil der Steinplatte ist kreisförmig ausgearbeitet, an diesem wiederum sind zwei weitere kleine Kreisformen („Ohren“) angebracht. Auf dem Stein sind ein beidseitiges Kruzifix, ein Wappen und Buchstaben, die heute nicht mehr zu entziffern sind, zu erkennen. Diverse Sagen ranken sich um dieses alte verwitterte Monument. Sie alle kommen auf die Familie von Platen zurück. Berichtet wird auch von zwei Mönchen, aber auch zwei Studenten aus der Familie von Platen, die hier im Duell gefallen sein sollen. Auch der Tod eines Bischofs wird im Zusammenhang mit der Mordwange immer wieder erwähnt. Lemcke, ein Forscher aus Stettin, weiß wiederum zu berichten, dass hier am 15. Juli 1368 der Ritter Reynwart von Platen und seine Söhne erschlagen worden sind.


Slawischer Burgwall von Garz

18574 Garz

Die Mitte des 12. Jh. errichtete Höhenburg erfuhr schon ab 1725 mehrere Probegrabungen und Sondagen, wobei u. a. slawische Keramik und eine große Anzahl an Eisenfunden zu Tage kamen. Die Grabungsergebnisse, aber auch schriftliche Aufzeichnungen belegen, dass hier die westslawischen Ranen einen Fürstensitz hatten. Jedoch verschwindet diese als Holz-Erde-Konstruktion gebaute Burg weit hinter der Bedeutung der Karenzer Tempelburg bei Venz. Durch die erneute Errichtung einer Burg auf dem Gelände des ehemals slawischen Ringwalles erhielt Garz als Fürstensitz und junge Stadt erst um 1300 mehr Macht und Einfluss auf Rügen.


"Himmel" von Silmenitz, Großsteingrab

18574 Garz

Bei diesem eindrucksvollen ca. 6-8 m hohen Hügel handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein bronzezeitliches Hügelgrab. Nur eine Ausgrabung könnte die Zweifel beseitigen, ob sich nicht doch ein Großsteingrab aus der Trichterbecherkultur oder ein slawisches Begräbnis unter dem Hügel verstecken. Bewachsen mit knorrigen Eichen ist der im Volksmund bezeichnete „Himmel“ von Silmenitz immer wieder ein gern verwendetes romantisches Foto- oder Zeichenmotiv. Der Umfang dieses Grabhügels beträgt am Fuße noch ca. 80 m.


Das Großsteingrab "Dubnitz"

18546 Sassnitz

In einem ovalen ca. 20 x 18 m großen Hügel, der sich mitten auf dem Feld nordöstlich von Dubnitz befindet, verbirgt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großsteingrab. Ersichtlich sind nur zwei große Steine an der Oberfläche des Hügels, die allem Anschein nach zwei Decksteine darstellen. Neben dem Hügel befindet sich eine alte Sand- oder Mergelgrube. Der von Süden nach Norden ansteigende Hügel ist von Bäumen bestanden. Die Grabkammer des Megalithgrabes scheint noch intakt zu sein.


Lonvitz, Großsteingrab, sog. „Fliederberg“ oder „Fleederbarg“

18581 Putbus

Dieses sehenswerte ca. 30 m lange Großsteingrab mit trapezförmigem Hünenbett befindet sich auf einem Geländerücken direkt an der Straßenkreuzung zwischen Putbus und Vilmnitz an der Abzweigung nach Zirkow. Auf einem der Decksteine, der nahe der Straßenböschung in nicht mehr originaler Position liegt, zeichnen sich mehrere Schälchen ab. Auch auf der Schmalseite des Hünenbettes sind auf der vertikalen Seite des letzten Steines drei Schälchen zu entdecken. Aufgrund von charakteristischen Keramikfunden ist von slawischen Nachbestattungen im Megalithgrab auszugehen.


Der "Pfennigkasten", Großsteingrab in der Stubnitz

Großsteingrab

18551 Hagen

Die Ost-West orientierte unvollständige Grabkammer dieses für Rügen typischen Großdolmens mit Windfang misst ca. 4 x 1,50 m. An einem der Decksteine, deren Reste sich in unmittelbarer Nähe befinden, konnten ca. 20 eingebrachte Näpfchen entdeckt werden. Laut einer Sage soll die „Penningkist“ dazu gedient haben, Opfer, die der Göttin Hertha oder ihren Priestern dargebracht worden sind, aufzunehmen.


Der Rillenstein, Findling von Nardevitz

Findling

18551 Nardevitz

Der ca. 250 m vom Rugeshus entfernte „Große Stein“ von Nardevitz weist beeindruckende Maße von 8,60 m x 4,60 m x 3,10 m (L x B x H) auf. Mit seinen 281 Tonnen Gewicht ist dieser mächtige Granit neben dem „Buhskam“ der zweitgrößte Findling auf Rügen. Der ehemals dreifach so große Stein diente nachweislich 1854 als Steinbruch für die Gewinnung von Baumaterial zur Herstellung von Denkmälern, wie beispielsweise für die sog. Preußensäulen. Sprengkanten und Rillen lassen den Findling sehr unregelmäßig geformt wirken.


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