"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Der Findling „Siebenschneiderstein“ am Kap Arkona

Siebenschneiderstein

18556 Putgarten

Am Gellort nahe Kap Arkona, der Nordspitze von Rügen, befindet sich der ca. 165 Tonnen schwere Siebenschneiderstein, der auf plattdeutsch auch als Söbenschniedersteen bezeichnet wird. Mit einem Volumen von 61 Kubikmetern ist er der viertgrößte Findling von Rügen. Der größte Findling auf Rügen ist der in dieser Liste beschriebene Steingigant „Buhskam“ bei Göhren mit einem Gewicht von 1600 Tonnen und einem Volumen von ca. 600 Kubikmetern. Wie der Findling zu seinem Namen "Siebenschneiderstein" gekommen ist, kann heute nur erraten werden: Sieben Schneider hätten auf dem großen Stein Platz gefunden.


Großsteingrab Nipmerow (Ganggrab)

18551 Nipmerow

Vor der Notgrabung von 1983 als bronzezeitliches Hügelgrab gedeutet, entlarvte sich der ca. 15 m hohe Hügel als eine Rügener Besonderheit unter den Großsteingräbern: ein Ost-West ausgerichtetes Ganggrab mit vier Decksteinen, d. h. ein Grab mit angefügtem Gang an der Längsseite, hier der Nordseite. Die zwei entdeckten slawischen Körpergräber im Hügel belegen die wiederholte Nutzung des Grabes ca. 4500 Jahre später.


Sühnestein in Gingst

18569 Gingst

Dieser Sühnestein befindet sich nahe der äußeren Chorwand der Sankt-Jacob-Kirche in Gingst. Ursprünglich wurde er als Mordwange zum Gedenken an die Ermordung des Pfarrers Laurentius Krintze im Jahr 1554 errichtet. Anfang des 18. Jh. wurde die Stele jedoch zum Grabstein umfunktioniert. Zusammen mit zwei weiteren Sühnesteinen von der Insel Rügen ist diese Mordwange ein Zeugnis des damals herrschenden Faustrechts, dem viele Menschen zum Opfer gefallen sind.


Der "Teufelsstein", Großsteingrab bei Seelvitz

18581 Putbus

Nahe des „Hüningsbusches“, einem weiteren hier beschriebenen Großsteingrab, befindet sich das von Erika Beltz untersuchte Hünengrab, der „Teufelsstein“. Das Grab, das eine stark gestörte Grabkammer aufweist, gehört zu der für Rügen typischen Gruppe der Großdolmen mit Windfang. Auf dem Lehmboden, der wiederum auf einem Bett aus taubeneigroßen Feuersteinkieseln lag, konnten Quartiere aus einzelnen senkrecht aufgestellten Steinplatten festgestellt werden. Nur wenige jungsteinzeitliche Funde, wie zwei Handmühlsteine, etwas Keramik und eine Bernsteinperle, wurde aus der Grabkammer geborgen. Als Schwellenstein wurde eine Schleifplatte aus Sandstein verwendet. Als weitere Besonderheit konnten auf der Oberfläche des Schlusssteins drei angebrachte Schälchen entdeckt werden.


Prosnitzer Schanze bei Gustow

18574 Gustow

Die Prosnitzer Schanze, wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg errichtet, ist das bedeutendste und am besten erhaltene Zeugnis aus der Schwedenzeit von Rügen. Ursprünglich besaß die Festung vier Bastionen, einen 30-40 m breiten Graben und später hinzugefügte Hornwerke. Erkennbar ist heute noch ein rechteckiger hufeisenförmiger Erdwall (ca. 60 x 30 x 5 m = L x B x H) mit angrenzendem Graben. Von der Innenbebauung aus Holz sind heute keine Spuren mehr vorhanden. Als „Fort Napoleon“ im Jahre 1808 ausgebaut, wurde die Schanze bis ins 19. Jh. hinein genutzt.


Fax:

Wallanlage Saßnitz, sog. „Schlossberg“ bei Werder

Burgwall

18546 Sassnitz

Auf einer bewaldeten Moränenkuppe am Steinbach nahe des ehemaligen Forsthauses Werder liegt der sog. „Schlossberg“, eine annähernd rechteckige noch ca. 2 - 8 m hohe Wallanlage, die im Südwesten durch Kiesentnahme und eine Kreidegrube gestört ist. Im Norden und Osten des ca. 100 x 180 m großen Walles sind noch ca. 1,5 m tiefe Außengräben, im Süden ähnlich tiefe Innengräben erhalten. Im Norden des Walles sind heute noch drei torähnliche Zugänge erkennbar. Auf der Ostseite des Walles befindet sich zusätzlich noch ein Durchlass. Keramikscherben und Feuersteinartefakte konnten vom „Schloßberg“ geborgen werden. Trotz der Funde, die größtenteils uncharakteristisch sind, bleibt die Datierung des Walles schwierig. Vermutlich ist er der Slawenzeit zuzuordnen.


Mordwange bzw. Sühnestein in Schaprode

18569 Schaprode

Das 2,40 m hohe Sühnekreuz befindet sich an der Hauptstrasse am nördlichen Ortsausgang in Schaprode. Der obere Teil der Steinplatte ist kreisförmig ausgearbeitet, an diesem wiederum sind zwei weitere kleine Kreisformen („Ohren“) angebracht. Auf dem Stein sind ein beidseitiges Kruzifix, ein Wappen und Buchstaben, die heute nicht mehr zu entziffern sind, zu erkennen. Diverse Sagen ranken sich um dieses alte verwitterte Monument. Sie alle kommen auf die Familie von Platen zurück. Berichtet wird auch von zwei Mönchen, aber auch zwei Studenten aus der Familie von Platen, die hier im Duell gefallen sein sollen. Auch der Tod eines Bischofs wird im Zusammenhang mit der Mordwange immer wieder erwähnt. Lemcke, ein Forscher aus Stettin, weiß wiederum zu berichten, dass hier am 15. Juli 1368 der Ritter Reynwart von Platen und seine Söhne erschlagen worden sind.


Das Großsteingrab "Dubnitz"

18546 Sassnitz

In einem ovalen ca. 20 x 18 m großen Hügel, der sich mitten auf dem Feld nordöstlich von Dubnitz befindet, verbirgt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großsteingrab. Ersichtlich sind nur zwei große Steine an der Oberfläche des Hügels, die allem Anschein nach zwei Decksteine darstellen. Neben dem Hügel befindet sich eine alte Sand- oder Mergelgrube. Der von Süden nach Norden ansteigende Hügel ist von Bäumen bestanden. Die Grabkammer des Megalithgrabes scheint noch intakt zu sein.


"Himmel" von Silmenitz, Großsteingrab

18574 Garz

Bei diesem eindrucksvollen ca. 6-8 m hohen Hügel handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein bronzezeitliches Hügelgrab. Nur eine Ausgrabung könnte die Zweifel beseitigen, ob sich nicht doch ein Großsteingrab aus der Trichterbecherkultur oder ein slawisches Begräbnis unter dem Hügel verstecken. Bewachsen mit knorrigen Eichen ist der im Volksmund bezeichnete „Himmel“ von Silmenitz immer wieder ein gern verwendetes romantisches Foto- oder Zeichenmotiv. Der Umfang dieses Grabhügels beträgt am Fuße noch ca. 80 m.


Der Sagenstein am Herthasee

18551 Hagen

Nahe des Herthasees befindet sich der sog. „Sagenstein“, auf dem der Sage nach Fußspuren von einem Erwachsenen, einem Kind und einem Hasen oder Hund eingedrückt sind. Die Sage selbst berichtet über die Prüfung einer Jungfrau, die den heidnischen Göttern geopfert werden sollte. Hinter der Errichtung des „Sagensteins“ steckt jedoch ein geschäfttüchtiger Gastwirt am Königsstuhl, der vermutlich im 19. Jh. diese zusätzliche „Sehenswürdigkeit“ errichtete.


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