"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Großsteingräber im Pastitzer Forst

18581 Putbus

Im Pastitzer Forst bei Putbus sind bis heute viele Bodendenkmäler erhalten, zu denen Großsteingräber, Hügelgräber, aber auch Schälchen- und Rillensteine gehören. Unter den Gräbern befindet sich ein bekanntes Megalithgrab (Fundplatz 2 im Pastitzer Forst) an der Bahnstrecke von Bergen nach Putbus. Trotz Spuren der Steinschlägerkolonnen ist hier das Hünenbett mit seinen Umfassungssteinen noch gut erhalten. Ursprünglich hatte das Grab - ein Großdolmen mit Windfang - eine Grabkammer mit vier Decksteinen, wovon zwei jedoch fehlen und einer in die Kammer gerutscht ist. Auch beim vermeintlichen Großsteingrab, Fundplatz 51, im Pastitzer Forst haben sich die Umfassungssteine größtenteils erhalten. Doch die Grabkammer ist bisher im flachen länglichen Hügel oberirdisch nicht sichtbar. Fraglich ist daher, ob diese Struktur tatsächlich ein Großsteingrab ist.


"Schwanstein" in Lohme

18551 Glowe

Dieser 162 t schwere, 7 m lange und 5 m breite Findling aus rötlichem Hammergranit wurde wahrscheinlich von Bornholm aus über Gletschermassen der letzten Eiszeit bis nach Lohme transportiert. Er befindet sich ca. 20 m vom Strand entfernt, etwas 100 m östlich von Lohme. Laut einer Sage zum Findling werden die Babys im Winter vom Schwan und im Sommer vom Adebar gebracht werden. In der Zwischenzeit sind die Kinder im Stein verborgen. In der Nähe des Steins ist eine Gedenktafel errichtet, die an das Schicksal von drei auf dem Schwanenstein verunglückten Jungen im Winter 1956 erinnert.


"Woorker Berge", Hügelgräber in einer großen Grabnekropole

Woorke (slawisch: Hügelchen)

18528 Patzig

Eine gut erhaltene sehr imposante Gräbergruppe aus insgesamt 13 noch teils 6 m hohen Hügelgräbern befindet sich zwischen Patzig und Woorke. Diese Grabnekropole stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus der älteren Bronzezeit, in der es in dieser Region typisch war, Baumsargbestattungen unter einem Hügel anzulegen. Dazu wurden Eichen längs aufgespalten und ausgehöhlt, so dass der Leichnam und die Beigaben im Hohlraum Platz hatten. Der Sarg wurde auf eine Steinpackung gestellt und komplett überhügelt. Der Hügel selbst wurde meist noch mit einem Steinkranz und einer Rollsteinpackung, die das gesamte Hügelgrab abdeckte, versehen. Davon ist heute jedoch nur noch wenig zu erkennen.


Der „Swantevitstein“ in Altenkirchen

slawischer Bildstein in der Kirche Altenkirchen

18556 Altenkirchen

Beim „Svantevitstein“ handelt es sich um einen Bildstein aus Granit, auf dem ein Mann mit Kinn- und Schnurbart im Relief erkennbar ist. Er trägt einen kaftanartigen Rock bzw. einen taillierten Mantel, Mütze und Schuhe und hält ein Trinkhorn in den Händen. Ähnlichkeiten zum Gott Svantevit vom Heiligtum in der Burg am Kap Arkona sind erkennbar. Der auch als Grabplatte angesprochene Stein wurde erst nach der Erbauung der Pfarrkirche in Altenkirchen liegend eingemauert. Es könnte sich um den Rest eines slawischen Begräbnisses handeln.


Der "Teufelsstein", Großsteingrab bei Seelvitz

18581 Putbus

Nahe des „Hüningsbusches“, einem weiteren hier beschriebenen Großsteingrab, befindet sich das von Erika Beltz untersuchte Hünengrab, der „Teufelsstein“. Das Grab, das eine stark gestörte Grabkammer aufweist, gehört zu der für Rügen typischen Gruppe der Großdolmen mit Windfang. Auf dem Lehmboden, der wiederum auf einem Bett aus taubeneigroßen Feuersteinkieseln lag, konnten Quartiere aus einzelnen senkrecht aufgestellten Steinplatten festgestellt werden. Nur wenige jungsteinzeitliche Funde, wie zwei Handmühlsteine, etwas Keramik und eine Bernsteinperle, wurde aus der Grabkammer geborgen. Als Schwellenstein wurde eine Schleifplatte aus Sandstein verwendet. Als weitere Besonderheit konnten auf der Oberfläche des Schlusssteins drei angebrachte Schälchen entdeckt werden.


Die Schwarzen Berge bei Ralswiek

Hügelgräberfeld

18528 Ralswiek

In den „Schwarzen Bergen“ bei Ralswiek befindet sich das größte Hügelgräberfeld von Rügen. Die über 400 Grabanlagen aus der Slawenzeit, die größtenteils archäologisch untersucht worden sind, erstrecken sich über eine Fläche von ca. 400 x 700 m. In der Grabnekropole scheinen die Toten des gegenüber liegenden Seehandelsplatzes Ralswiek - der vermutlich älteste dauerhaft besiedelte Ort von Rügen - bestattet worden zu sein. Nicht wenige Funde aus dem Gräberfeld belegen einen weitreichenden Handel mit Nordeuropa und dem Orient. Zu den Besonderheiten der Nekropole zählen unter anderem Bootsbestattungen und ein Reitergrab in einer Holzkammer.


Großsteingrab "Riesenberg" bei Nobbin

Großsteingrab

18556 Nobbin

Bei diesem imposanten ca. 34 x 11-18 m (L x B) großen Megalithgrab aus der Trichterbecherkultur handelt es sich um einen erweiterten Dolmen mit trapezförmigem Hünenbett, zwei teils 3 m hohen Wächtersteinen und zwei Grabkammern als Besonderheit. Aufsehenerregend war der Fund einer arabischen Münze, ein omajadischer Dirham, sowie einer eisenzeitlichen Urne als Nachbestattung in einer der Grabkammern, die u. a. ein Fibel- und Messerrest enthielt. Die Münze, aber auch die geborgene Keramik vom Südteil des Grabes datieren in die Slawenzeit.


Großsteingrab im Forst Dwasieden

18546 Sassnitz

Das Dwasiedener Hünengrab nahe des Hochuferweges bei Sassnitz ist mit einer Länge von 35 m, zwei sehr großen Wächtersteinen und einem gut erhaltenen trapezförmigen Hünenbett, das die Grabkammer in Form von Umfassungssteinen umgibt, besonders imposant. Schon Caspar-David Friedrich war von dem Grab so fasziniert, dass er es in Zeichnungen und Skizzen festhielt. Bei der von Prof. Ewald Schuldt durchgeführten Ausgrabung im Jahr 1970 konnten vor allem vor und im Eingang zur Grabkammer diverse Funde entdeckt werden. Dazu zählen u. a. Keramikscherben, Pfeilspitzen, Bernsteinperlen, Beile und andere Feuersteingeräte. Eine weitere Besonderheit am Grab sind die am umgekippten Wächterstein und an einem der Einfassungssteine angebrachten Schälchen, die bis heute viele Fragen offen lassen.


Der „Dubberworth“, Hügelgrab bei Sagard

Hügelgrab

18551 Sagard

Das noch 12 m hohe und somit größte Hügelgrab von Rügen befindet sich bei Sagard. Es wird mit seinem Umfang von ca. 150 m auch als eines der größten Hügelgräber in Norddeutschland bezeichnet. Dieses vermutlich bronzezeitliche Grab wurde aus ca. 22.000 Kubikmeter Erde errichtet, was Greifswalder Archäologen berechneten. Der „Dobberworth“, über dessen Namen man noch immer spekuliert, ist von Sagen und Legenden umgeben. Es wird von einer Riesin berichtet, die den Hügel „aus Versehen“ errichtet haben soll, aber auch von Zwergen, die im Hügel leben.


Der „Buhskam“, Näpfchenstein bei Göhren

Findling

18586 Göhren (Ostseebad)

Der sagenumwobene „Buhskam“ oder auch „Buskamen“ bei Göhren ist mit seinen gewaltigen ca. 1600 t der größte bisher entdeckte Findling in ganz Norddeutschland. Der Steingigant ragt je nach Wasserstand ungefähr 1,50 m aus dem ca. 7 m tiefen Wasser heraus. Auf der Oberfläche des Hammergranites sind unzählige Schälchen bzw. Näpfchen angebracht, deren Sinn und Zweck, aber auch deren Datierung, bis heute nicht geklärt sind. Kultische Praktiken werden gewöhnlich vermutet, können aber nicht belegt werden.


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