"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Prosnitzer Schanze bei Gustow

18574 Gustow

Die Prosnitzer Schanze, wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg errichtet, ist das bedeutendste und am besten erhaltene Zeugnis aus der Schwedenzeit von Rügen. Ursprünglich besaß die Festung vier Bastionen, einen 30-40 m breiten Graben und später hinzugefügte Hornwerke. Erkennbar ist heute noch ein rechteckiger hufeisenförmiger Erdwall (ca. 60 x 30 x 5 m = L x B x H) mit angrenzendem Graben. Von der Innenbebauung aus Holz sind heute keine Spuren mehr vorhanden. Als „Fort Napoleon“ im Jahre 1808 ausgebaut, wurde die Schanze bis ins 19. Jh. hinein genutzt.


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Der "Teufelsstein", Großsteingrab bei Seelvitz

18581 Putbus

Nahe des „Hüningsbusches“, einem weiteren hier beschriebenen Großsteingrab, befindet sich das von Erika Beltz untersuchte Hünengrab, der „Teufelsstein“. Das Grab, das eine stark gestörte Grabkammer aufweist, gehört zu der für Rügen typischen Gruppe der Großdolmen mit Windfang. Auf dem Lehmboden, der wiederum auf einem Bett aus taubeneigroßen Feuersteinkieseln lag, konnten Quartiere aus einzelnen senkrecht aufgestellten Steinplatten festgestellt werden. Nur wenige jungsteinzeitliche Funde, wie zwei Handmühlsteine, etwas Keramik und eine Bernsteinperle, wurde aus der Grabkammer geborgen. Als Schwellenstein wurde eine Schleifplatte aus Sandstein verwendet. Als weitere Besonderheit konnten auf der Oberfläche des Schlusssteins drei angebrachte Schälchen entdeckt werden.


Sühnestein in Gingst

18569 Gingst

Dieser Sühnestein befindet sich nahe der äußeren Chorwand der Sankt-Jacob-Kirche in Gingst. Ursprünglich wurde er als Mordwange zum Gedenken an die Ermordung des Pfarrers Laurentius Krintze im Jahr 1554 errichtet. Anfang des 18. Jh. wurde die Stele jedoch zum Grabstein umfunktioniert. Zusammen mit zwei weiteren Sühnesteinen von der Insel Rügen ist diese Mordwange ein Zeugnis des damals herrschenden Faustrechts, dem viele Menschen zum Opfer gefallen sind.


Großsteingrab „Krampas“ bei Sassnitz

18546 Sassnitz

Das jungsteinzeitliche Megalithgrab „Krampas“ liegt in einem Hügel, der noch einen Durchmesser von ca. 16 m aufweist. Erhalten ist die ca. 4,5 x 1,9 m große Grabkammer mit jeweils 4 Seitensteinen und einem Tragstein an der Stirnseite. Bis auf einen gesprengten Deckstein an der Nordwestseite des Grabes fehlen die übrigen Decksteine. Ab dem 18. Jh. fielen zahlreiche Hünengräber auf Rügen der Raubgräberei zum Opfer. Besonders seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. zogen Steinschlägerkolonnen über Rügen hinweg, die die Steine der Großsteingräber in transportable Quader teilten. Verwendet wurden die Findlinge so vor allem im Straßen- und Hausbau.


Der „Hüningsbusch“, Großsteingrab bei Seelvitz

18581 Putbus

Der „Hüningsbusch“, ein Großsteingrab bei Seelvitz, zählt zum trichterbecherzeitlichen Grabtyp des Großdolmens mit Windfang. Das Grab wird umgeben von weiteren Hünengräbern, die sich allesamt in einer großsteingrabreichen Region im Südosten der Insel Rügen befinden. Einer der zerstörten Decksteine sowie ein Wandstein ließen einige Schälchen an der Oberfläche erkennen. Die Ausgrabung von 1970 durch Adolf Hollnagel ergab, dass die Grabkammer des Ost-West orientierten trapezförmigen Hünengrabes stark gestört war. Einige Funde wie Bernsteinperlen, Beile, Querschneider und andere Feuersteingeräte sowie Keramikscherben, Knochen und ein Handmahlstein kamen aus der Grabkammer zum Vorschein.


Der „Buhskam“, Näpfchenstein bei Göhren

Findling

18586 Göhren (Ostseebad)

Der sagenumwobene „Buhskam“ oder auch „Buskamen“ bei Göhren ist mit seinen gewaltigen ca. 1600 t der größte bisher entdeckte Findling in ganz Norddeutschland. Der Steingigant ragt je nach Wasserstand ungefähr 1,50 m aus dem ca. 7 m tiefen Wasser heraus. Auf der Oberfläche des Hammergranites sind unzählige Schälchen bzw. Näpfchen angebracht, deren Sinn und Zweck, aber auch deren Datierung, bis heute nicht geklärt sind. Kultische Praktiken werden gewöhnlich vermutet, können aber nicht belegt werden.


Der Findling „Siebenschneiderstein“ am Kap Arkona

Siebenschneiderstein

18556 Putgarten

Am Gellort nahe Kap Arkona, der Nordspitze von Rügen, befindet sich der ca. 165 Tonnen schwere Siebenschneiderstein, der auf plattdeutsch auch als Söbenschniedersteen bezeichnet wird. Mit einem Volumen von 61 Kubikmetern ist er der viertgrößte Findling von Rügen. Der größte Findling auf Rügen ist der in dieser Liste beschriebene Steingigant „Buhskam“ bei Göhren mit einem Gewicht von 1600 Tonnen und einem Volumen von ca. 600 Kubikmetern. Wie der Findling zu seinem Namen "Siebenschneiderstein" gekommen ist, kann heute nur erraten werden: Sieben Schneider hätten auf dem großen Stein Platz gefunden.


Der Sagenstein am Herthasee

18551 Hagen

Nahe des Herthasees befindet sich der sog. „Sagenstein“, auf dem der Sage nach Fußspuren von einem Erwachsenen, einem Kind und einem Hasen oder Hund eingedrückt sind. Die Sage selbst berichtet über die Prüfung einer Jungfrau, die den heidnischen Göttern geopfert werden sollte. Hinter der Errichtung des „Sagensteins“ steckt jedoch ein geschäfttüchtiger Gastwirt am Königsstuhl, der vermutlich im 19. Jh. diese zusätzliche „Sehenswürdigkeit“ errichtete.


Das Großsteingrab "Dubnitz"

18546 Sassnitz

In einem ovalen ca. 20 x 18 m großen Hügel, der sich mitten auf dem Feld nordöstlich von Dubnitz befindet, verbirgt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großsteingrab. Ersichtlich sind nur zwei große Steine an der Oberfläche des Hügels, die allem Anschein nach zwei Decksteine darstellen. Neben dem Hügel befindet sich eine alte Sand- oder Mergelgrube. Der von Süden nach Norden ansteigende Hügel ist von Bäumen bestanden. Die Grabkammer des Megalithgrabes scheint noch intakt zu sein.


Großsteingrab im Forst Dwasieden

18546 Sassnitz

Das Dwasiedener Hünengrab nahe des Hochuferweges bei Sassnitz ist mit einer Länge von 35 m, zwei sehr großen Wächtersteinen und einem gut erhaltenen trapezförmigen Hünenbett, das die Grabkammer in Form von Umfassungssteinen umgibt, besonders imposant. Schon Caspar-David Friedrich war von dem Grab so fasziniert, dass er es in Zeichnungen und Skizzen festhielt. Bei der von Prof. Ewald Schuldt durchgeführten Ausgrabung im Jahr 1970 konnten vor allem vor und im Eingang zur Grabkammer diverse Funde entdeckt werden. Dazu zählen u. a. Keramikscherben, Pfeilspitzen, Bernsteinperlen, Beile und andere Feuersteingeräte. Eine weitere Besonderheit am Grab sind die am umgekippten Wächterstein und an einem der Einfassungssteine angebrachten Schälchen, die bis heute viele Fragen offen lassen.


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