"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Der Findling „Siebenschneiderstein“ am Kap Arkona

Siebenschneiderstein

18556 Putgarten

Am Gellort nahe Kap Arkona, der Nordspitze von Rügen, befindet sich der ca. 165 Tonnen schwere Siebenschneiderstein, der auf plattdeutsch auch als Söbenschniedersteen bezeichnet wird. Mit einem Volumen von 61 Kubikmetern ist er der viertgrößte Findling von Rügen. Der größte Findling auf Rügen ist der in dieser Liste beschriebene Steingigant „Buhskam“ bei Göhren mit einem Gewicht von 1600 Tonnen und einem Volumen von ca. 600 Kubikmetern. Wie der Findling zu seinem Namen "Siebenschneiderstein" gekommen ist, kann heute nur erraten werden: Sieben Schneider hätten auf dem großen Stein Platz gefunden.


Prosnitzer Schanze bei Gustow

18574 Gustow

Die Prosnitzer Schanze, wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg errichtet, ist das bedeutendste und am besten erhaltene Zeugnis aus der Schwedenzeit von Rügen. Ursprünglich besaß die Festung vier Bastionen, einen 30-40 m breiten Graben und später hinzugefügte Hornwerke. Erkennbar ist heute noch ein rechteckiger hufeisenförmiger Erdwall (ca. 60 x 30 x 5 m = L x B x H) mit angrenzendem Graben. Von der Innenbebauung aus Holz sind heute keine Spuren mehr vorhanden. Als „Fort Napoleon“ im Jahre 1808 ausgebaut, wurde die Schanze bis ins 19. Jh. hinein genutzt.


Fax:

"Jaromarsburg" Arkona, Slawischer Burgwall

18556 Putgarten

Die seit langem bekannte „Jaromarsburg“ an der Nordspitze der Insel Rügen war die heilige Kultstätte der Ranen, einem westslawischen Volk. Sie wurde zu Ehren des rügenschen Hauptgottes der Slawen Svantevit als Tempelheiligtum errichtet. Vom 9. Jh. bis zum Fall der Burg im Jahr 1168 ist diese letzte heidnische Bastion als das politische und religiöse Machtzentrum der Insel anzusehen. Der heute noch 12 m hohe Burgwall mit seiner Grabenanlage und dem Burginneren ist seit Jahrzehnten dem ständig fortschreitenden Küstenabbruch ausgesetzt, weshalb seit 1868 bis heute zahlreiche Sondagen, Prospektionen und Ausgrabungen stattfanden und -finden.


Großsteingrab "Ziegensteine", Gobbin

Großsteingrab

18581 Putbus

Unter den Ziegensteinen oder auch „Siegessteinen“, die sich am Küstenweg zwischen Lancken-Granitz und Groß Stresow befinden, versteht man einen ca. 35 m langen Großdolmen mit einem teils gut erhaltenen trapezförmigen Hünenbett und zwei großen Wächtersteinen. Als Prof. Dr. Ewald Schuldt im Jahr 1969 dieses beeindruckende Großsteingrab archäologisch untersuchte, kamen neben den typischen Funden aus der Trichterbecherkultur auch sieben slawische Urnen zum Vorschein. Bei Megalithgräbern ist eine erneute Nutzung über längere Zeiträume - hier über ca. 4000 Jahre - in Form von Nachbestattungen nicht unüblich.


Der "Teufelsstein", Großsteingrab bei Seelvitz

18581 Putbus

Nahe des „Hüningsbusches“, einem weiteren hier beschriebenen Großsteingrab, befindet sich das von Erika Beltz untersuchte Hünengrab, der „Teufelsstein“. Das Grab, das eine stark gestörte Grabkammer aufweist, gehört zu der für Rügen typischen Gruppe der Großdolmen mit Windfang. Auf dem Lehmboden, der wiederum auf einem Bett aus taubeneigroßen Feuersteinkieseln lag, konnten Quartiere aus einzelnen senkrecht aufgestellten Steinplatten festgestellt werden. Nur wenige jungsteinzeitliche Funde, wie zwei Handmühlsteine, etwas Keramik und eine Bernsteinperle, wurde aus der Grabkammer geborgen. Als Schwellenstein wurde eine Schleifplatte aus Sandstein verwendet. Als weitere Besonderheit konnten auf der Oberfläche des Schlusssteins drei angebrachte Schälchen entdeckt werden.


Großsteingräber im Pastitzer Forst

18581 Putbus

Im Pastitzer Forst bei Putbus sind bis heute viele Bodendenkmäler erhalten, zu denen Großsteingräber, Hügelgräber, aber auch Schälchen- und Rillensteine gehören. Unter den Gräbern befindet sich ein bekanntes Megalithgrab (Fundplatz 2 im Pastitzer Forst) an der Bahnstrecke von Bergen nach Putbus. Trotz Spuren der Steinschlägerkolonnen ist hier das Hünenbett mit seinen Umfassungssteinen noch gut erhalten. Ursprünglich hatte das Grab - ein Großdolmen mit Windfang - eine Grabkammer mit vier Decksteinen, wovon zwei jedoch fehlen und einer in die Kammer gerutscht ist. Auch beim vermeintlichen Großsteingrab, Fundplatz 51, im Pastitzer Forst haben sich die Umfassungssteine größtenteils erhalten. Doch die Grabkammer ist bisher im flachen länglichen Hügel oberirdisch nicht sichtbar. Fraglich ist daher, ob diese Struktur tatsächlich ein Großsteingrab ist.


Der Findling von Bergen

18528 Bergen auf Rügen

Dieser ca. 8 m³ große und ca. 35 t schwere Findling könnte der Gerichtsstein des mittelalterlichen bzw. neuzeitlichen Bergens gewesen sein. Die Lage innerhalb des Stadtbildes lässt diese Hypothese wahrscheinlich werden. Zwischen Markt und Kloster befand sich damals der Gerichtsplatz. Da jedoch 1803 das Landgericht von der Insel auf das Festland verlegt wurde, geriet der Stein in Vergessenheit und wurde überbaut. Bei Bauarbeiten wurde er im Jahr 1996 wiederentdeckt.


Die Schwarzen Berge bei Ralswiek

Hügelgräberfeld

18528 Ralswiek

In den „Schwarzen Bergen“ bei Ralswiek befindet sich das größte Hügelgräberfeld von Rügen. Die über 400 Grabanlagen aus der Slawenzeit, die größtenteils archäologisch untersucht worden sind, erstrecken sich über eine Fläche von ca. 400 x 700 m. In der Grabnekropole scheinen die Toten des gegenüber liegenden Seehandelsplatzes Ralswiek - der vermutlich älteste dauerhaft besiedelte Ort von Rügen - bestattet worden zu sein. Nicht wenige Funde aus dem Gräberfeld belegen einen weitreichenden Handel mit Nordeuropa und dem Orient. Zu den Besonderheiten der Nekropole zählen unter anderem Bootsbestattungen und ein Reitergrab in einer Holzkammer.


Das Großsteingrab "Dubnitz"

18546 Sassnitz

In einem ovalen ca. 20 x 18 m großen Hügel, der sich mitten auf dem Feld nordöstlich von Dubnitz befindet, verbirgt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großsteingrab. Ersichtlich sind nur zwei große Steine an der Oberfläche des Hügels, die allem Anschein nach zwei Decksteine darstellen. Neben dem Hügel befindet sich eine alte Sand- oder Mergelgrube. Der von Süden nach Norden ansteigende Hügel ist von Bäumen bestanden. Die Grabkammer des Megalithgrabes scheint noch intakt zu sein.


Krakvitz, Großsteingräber, sog. „Hexenbusch“ und „Teetsbusch“

Großsteingräber zwischen Neukamp und Altkamp

18581 Neukamp

In der Nähe von Putbus befinden sich unzählige Großsteingräber, wozu bei Neukamp nahe des Greifswalder Boddens auch der „Teetsbusch“ und der „Hexenbusch“ gehören. Das auf dem Tempelberg gelegene Großsteingrab „Hexenbusch“ wird im Volksmund auch als „Flederbarg“ bezeichnet. Beide Begriffe entsprechen den dazugehörigen Flurnamen. Vom Grab selbst sind noch vier Seitensteinpaare und drei in die Grabkammer eingesunkenen Decksteine erhalten. Bei dem Hünengrab handelt es sich um einen trichterbecherzeitlichen, d. h. ca. 5500-5000 Jahre alten, Großdolmen aus drei Jochen. Im Grabinnenraum konnten senkrecht stehende Steinplatten, sog. Quartiere, entdeckt werden.


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