"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Der „Dubberworth“, Hügelgrab bei Sagard

Hügelgrab

18551 Sagard

Das noch 12 m hohe und somit größte Hügelgrab von Rügen befindet sich bei Sagard. Es wird mit seinem Umfang von ca. 150 m auch als eines der größten Hügelgräber in Norddeutschland bezeichnet. Dieses vermutlich bronzezeitliche Grab wurde aus ca. 22.000 Kubikmeter Erde errichtet, was Greifswalder Archäologen berechneten. Der „Dobberworth“, über dessen Namen man noch immer spekuliert, ist von Sagen und Legenden umgeben. Es wird von einer Riesin berichtet, die den Hügel „aus Versehen“ errichtet haben soll, aber auch von Zwergen, die im Hügel leben.


"Herzogsgrab" im Mönchguter Forst

18586 Göhren (Ostseebad)

Untersuchungen in den 1920er Jahren, aber auch die systematische Ausgrabung durch Dr. Ingeburg Nilius vom Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Universität Greifswald im Jahr 1960 am trichterbecherzeitlichen Megalithgrab ergaben umfangreiches Fundmaterial. Dazu zählen neben Bernsteinperlen, Reste von ca. 50 Keramikgefäßen, Steinbeile und -äxte und querschneidige Pfeilspitzen auch Skelettreste von mindestens 20 Individuen. Im „Herzogsgrab“, einem Großdolmen mit Windfang und trapezförmigem Hünenbett, konnte eine nachträgliche Bestattung aus der Bronzezeit nachgewiesen werden.


"Woorker Berge", Hügelgräber in einer großen Grabnekropole

Woorke (slawisch: Hügelchen)

18528 Patzig

Eine gut erhaltene sehr imposante Gräbergruppe aus insgesamt 13 noch teils 6 m hohen Hügelgräbern befindet sich zwischen Patzig und Woorke. Diese Grabnekropole stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus der älteren Bronzezeit, in der es in dieser Region typisch war, Baumsargbestattungen unter einem Hügel anzulegen. Dazu wurden Eichen längs aufgespalten und ausgehöhlt, so dass der Leichnam und die Beigaben im Hohlraum Platz hatten. Der Sarg wurde auf eine Steinpackung gestellt und komplett überhügelt. Der Hügel selbst wurde meist noch mit einem Steinkranz und einer Rollsteinpackung, die das gesamte Hügelgrab abdeckte, versehen. Davon ist heute jedoch nur noch wenig zu erkennen.


Das Großsteingrab "Dubnitz"

18546 Sassnitz

In einem ovalen ca. 20 x 18 m großen Hügel, der sich mitten auf dem Feld nordöstlich von Dubnitz befindet, verbirgt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großsteingrab. Ersichtlich sind nur zwei große Steine an der Oberfläche des Hügels, die allem Anschein nach zwei Decksteine darstellen. Neben dem Hügel befindet sich eine alte Sand- oder Mergelgrube. Der von Süden nach Norden ansteigende Hügel ist von Bäumen bestanden. Die Grabkammer des Megalithgrabes scheint noch intakt zu sein.


Der "Pfennigkasten", Großsteingrab in der Stubnitz

Großsteingrab

18551 Hagen

Die Ost-West orientierte unvollständige Grabkammer dieses für Rügen typischen Großdolmens mit Windfang misst ca. 4 x 1,50 m. An einem der Decksteine, deren Reste sich in unmittelbarer Nähe befinden, konnten ca. 20 eingebrachte Näpfchen entdeckt werden. Laut einer Sage soll die „Penningkist“ dazu gedient haben, Opfer, die der Göttin Hertha oder ihren Priestern dargebracht worden sind, aufzunehmen.


Der Findling von Bergen

18528 Bergen auf Rügen

Dieser ca. 8 m³ große und ca. 35 t schwere Findling könnte der Gerichtsstein des mittelalterlichen bzw. neuzeitlichen Bergens gewesen sein. Die Lage innerhalb des Stadtbildes lässt diese Hypothese wahrscheinlich werden. Zwischen Markt und Kloster befand sich damals der Gerichtsplatz. Da jedoch 1803 das Landgericht von der Insel auf das Festland verlegt wurde, geriet der Stein in Vergessenheit und wurde überbaut. Bei Bauarbeiten wurde er im Jahr 1996 wiederentdeckt.


Der „Hüningsbusch“, Großsteingrab bei Seelvitz

18581 Putbus

Der „Hüningsbusch“, ein Großsteingrab bei Seelvitz, zählt zum trichterbecherzeitlichen Grabtyp des Großdolmens mit Windfang. Das Grab wird umgeben von weiteren Hünengräbern, die sich allesamt in einer großsteingrabreichen Region im Südosten der Insel Rügen befinden. Einer der zerstörten Decksteine sowie ein Wandstein ließen einige Schälchen an der Oberfläche erkennen. Die Ausgrabung von 1970 durch Adolf Hollnagel ergab, dass die Grabkammer des Ost-West orientierten trapezförmigen Hünengrabes stark gestört war. Einige Funde wie Bernsteinperlen, Beile, Querschneider und andere Feuersteingeräte sowie Keramikscherben, Knochen und ein Handmahlstein kamen aus der Grabkammer zum Vorschein.


Wallanlage Saßnitz, sog. „Schlossberg“ bei Werder

Burgwall

18546 Sassnitz

Auf einer bewaldeten Moränenkuppe am Steinbach nahe des ehemaligen Forsthauses Werder liegt der sog. „Schlossberg“, eine annähernd rechteckige noch ca. 2 - 8 m hohe Wallanlage, die im Südwesten durch Kiesentnahme und eine Kreidegrube gestört ist. Im Norden und Osten des ca. 100 x 180 m großen Walles sind noch ca. 1,5 m tiefe Außengräben, im Süden ähnlich tiefe Innengräben erhalten. Im Norden des Walles sind heute noch drei torähnliche Zugänge erkennbar. Auf der Ostseite des Walles befindet sich zusätzlich noch ein Durchlass. Keramikscherben und Feuersteinartefakte konnten vom „Schloßberg“ geborgen werden. Trotz der Funde, die größtenteils uncharakteristisch sind, bleibt die Datierung des Walles schwierig. Vermutlich ist er der Slawenzeit zuzuordnen.


Der Sagenstein am Herthasee

18551 Hagen

Nahe des Herthasees befindet sich der sog. „Sagenstein“, auf dem der Sage nach Fußspuren von einem Erwachsenen, einem Kind und einem Hasen oder Hund eingedrückt sind. Die Sage selbst berichtet über die Prüfung einer Jungfrau, die den heidnischen Göttern geopfert werden sollte. Hinter der Errichtung des „Sagensteins“ steckt jedoch ein geschäfttüchtiger Gastwirt am Königsstuhl, der vermutlich im 19. Jh. diese zusätzliche „Sehenswürdigkeit“ errichtete.


Großsteingrab Nipmerow (Ganggrab)

18551 Nipmerow

Vor der Notgrabung von 1983 als bronzezeitliches Hügelgrab gedeutet, entlarvte sich der ca. 15 m hohe Hügel als eine Rügener Besonderheit unter den Großsteingräbern: ein Ost-West ausgerichtetes Ganggrab mit vier Decksteinen, d. h. ein Grab mit angefügtem Gang an der Längsseite, hier der Nordseite. Die zwei entdeckten slawischen Körpergräber im Hügel belegen die wiederholte Nutzung des Grabes ca. 4500 Jahre später.


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