"Insel Ruegen"
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Bodendenkmale auf der Insel Rügen

Zeitzeugen einer langen Inselgeschichte. Mythische und geschichtliche Orte laden ein auf Wander- und Radtouren entdeckt zu werden. Abseits der großen Orte und Straßen findet man die teilweise versunkenen Zeugen früherer Inselbewohner ...

 

Das Großsteingrab "Dubnitz"

18546 Sassnitz

In einem ovalen ca. 20 x 18 m großen Hügel, der sich mitten auf dem Feld nordöstlich von Dubnitz befindet, verbirgt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Großsteingrab. Ersichtlich sind nur zwei große Steine an der Oberfläche des Hügels, die allem Anschein nach zwei Decksteine darstellen. Neben dem Hügel befindet sich eine alte Sand- oder Mergelgrube. Der von Süden nach Norden ansteigende Hügel ist von Bäumen bestanden. Die Grabkammer des Megalithgrabes scheint noch intakt zu sein.


Wallanlage Saßnitz, sog. „Schlossberg“ bei Werder

Burgwall

18546 Sassnitz

Auf einer bewaldeten Moränenkuppe am Steinbach nahe des ehemaligen Forsthauses Werder liegt der sog. „Schlossberg“, eine annähernd rechteckige noch ca. 2 - 8 m hohe Wallanlage, die im Südwesten durch Kiesentnahme und eine Kreidegrube gestört ist. Im Norden und Osten des ca. 100 x 180 m großen Walles sind noch ca. 1,5 m tiefe Außengräben, im Süden ähnlich tiefe Innengräben erhalten. Im Norden des Walles sind heute noch drei torähnliche Zugänge erkennbar. Auf der Ostseite des Walles befindet sich zusätzlich noch ein Durchlass. Keramikscherben und Feuersteinartefakte konnten vom „Schloßberg“ geborgen werden. Trotz der Funde, die größtenteils uncharakteristisch sind, bleibt die Datierung des Walles schwierig. Vermutlich ist er der Slawenzeit zuzuordnen.


Der Sagenstein am Herthasee

18551 Hagen

Nahe des Herthasees befindet sich der sog. „Sagenstein“, auf dem der Sage nach Fußspuren von einem Erwachsenen, einem Kind und einem Hasen oder Hund eingedrückt sind. Die Sage selbst berichtet über die Prüfung einer Jungfrau, die den heidnischen Göttern geopfert werden sollte. Hinter der Errichtung des „Sagensteins“ steckt jedoch ein geschäfttüchtiger Gastwirt am Königsstuhl, der vermutlich im 19. Jh. diese zusätzliche „Sehenswürdigkeit“ errichtete.


Mordwange bzw. Sühnestein in Schaprode

18569 Schaprode

Das 2,40 m hohe Sühnekreuz befindet sich an der Hauptstrasse am nördlichen Ortsausgang in Schaprode. Der obere Teil der Steinplatte ist kreisförmig ausgearbeitet, an diesem wiederum sind zwei weitere kleine Kreisformen („Ohren“) angebracht. Auf dem Stein sind ein beidseitiges Kruzifix, ein Wappen und Buchstaben, die heute nicht mehr zu entziffern sind, zu erkennen. Diverse Sagen ranken sich um dieses alte verwitterte Monument. Sie alle kommen auf die Familie von Platen zurück. Berichtet wird auch von zwei Mönchen, aber auch zwei Studenten aus der Familie von Platen, die hier im Duell gefallen sein sollen. Auch der Tod eines Bischofs wird im Zusammenhang mit der Mordwange immer wieder erwähnt. Lemcke, ein Forscher aus Stettin, weiß wiederum zu berichten, dass hier am 15. Juli 1368 der Ritter Reynwart von Platen und seine Söhne erschlagen worden sind.


Slawischer Burgwall von Garz

18574 Garz

Die Mitte des 12. Jh. errichtete Höhenburg erfuhr schon ab 1725 mehrere Probegrabungen und Sondagen, wobei u. a. slawische Keramik und eine große Anzahl an Eisenfunden zu Tage kamen. Die Grabungsergebnisse, aber auch schriftliche Aufzeichnungen belegen, dass hier die westslawischen Ranen einen Fürstensitz hatten. Jedoch verschwindet diese als Holz-Erde-Konstruktion gebaute Burg weit hinter der Bedeutung der Karenzer Tempelburg bei Venz. Durch die erneute Errichtung einer Burg auf dem Gelände des ehemals slawischen Ringwalles erhielt Garz als Fürstensitz und junge Stadt erst um 1300 mehr Macht und Einfluss auf Rügen.


Großsteingrab "Riesenberg" Nobbin

18556 Altenkirchen

Bei diesem imposanten ca. 34 x 11-18 m (L x B) großen Megalithgrab aus der Trichterbecherkultur handelt es sich um einen erweiterten Dolmen mit trapezförmigem Hünenbett, zwei teils 3 m hohen Wächtersteinen (von insgesamt vier) und zwei Grabkammern als Besonderheit. Aufsehenerregend war der Fund einer arabischen Münze, ein omajadischer Dirham, sowie einer eisenzeitlichen Urne als Nachbestattung in einer der Grabkammern, die u. a. ein Fibel- und Messerrest enthielt. Die Münze, aber auch die geborgene Keramik vom Südteil des Grabes datieren in die Slawenzeit.


Großsteingrab "Goldbusch" bei Altensien

Dolmen, Näpfchenstein

18586 Lancken-Granitz

Zwischen Altensien und Moritzdorf befindet sich auf einer flachen Anhöhe das Großsteingrab „Goldbusch“. Unter Leitung von Prof. Ewald Schuldt wurde dieses Grab 1969 archäologisch untersucht. Dabei wurde entdeckt, dass die Tragsteine nicht wie üblich in eine Grube eingelassen wurden, sondern auf den anstehenden Boden gestellt worden sind und ringsherum eine Lehmpackung zur Stabilität aufgeschichtet wurde. Neben trichterbecherzeitlichen Funden aus der Zeit um 3000 v. Chr., zu denen Beile, Meißel, Klingen, Keramik und Querschneider zählen, konnten bei der Ausgrabung auch jüngere Funde aus der Einzelgrabkultur geborgen werden.


Der „Buhskam“, Näpfchenstein bei Göhren

Findling

18586 Göhren (Ostseebad)

Der sagenumwobene „Buhskam“ oder auch „Buskamen“ bei Göhren ist mit seinen gewaltigen ca. 1600 t der größte bisher entdeckte Findling in ganz Norddeutschland. Der Steingigant ragt je nach Wasserstand ungefähr 1,50 m aus dem ca. 7 m tiefen Wasser heraus. Auf der Oberfläche des Hammergranites sind unzählige Schälchen bzw. Näpfchen angebracht, deren Sinn und Zweck, aber auch deren Datierung, bis heute nicht geklärt sind. Kultische Praktiken werden gewöhnlich vermutet, können aber nicht belegt werden.


Der Findling „Siebenschneiderstein“ am Kap Arkona

Siebenschneiderstein

18556 Putgarten

Am Gellort nahe Kap Arkona, der Nordspitze von Rügen, befindet sich der ca. 165 Tonnen schwere Siebenschneiderstein, der auf plattdeutsch auch als Söbenschniedersteen bezeichnet wird. Mit einem Volumen von 61 Kubikmetern ist er der viertgrößte Findling von Rügen. Der größte Findling auf Rügen ist der in dieser Liste beschriebene Steingigant „Buhskam“ bei Göhren mit einem Gewicht von 1600 Tonnen und einem Volumen von ca. 600 Kubikmetern. Wie der Findling zu seinem Namen "Siebenschneiderstein" gekommen ist, kann heute nur erraten werden: Sieben Schneider hätten auf dem großen Stein Platz gefunden.


Großsteingrab im Forst Dwasieden

18546 Sassnitz

Das Dwasiedener Hünengrab nahe des Hochuferweges bei Sassnitz ist mit einer Länge von 35 m, zwei sehr großen Wächtersteinen und einem gut erhaltenen trapezförmigen Hünenbett, das die Grabkammer in Form von Umfassungssteinen umgibt, besonders imposant. Schon Caspar-David Friedrich war von dem Grab so fasziniert, dass er es in Zeichnungen und Skizzen festhielt. Bei der von Prof. Ewald Schuldt durchgeführten Ausgrabung im Jahr 1970 konnten vor allem vor und im Eingang zur Grabkammer diverse Funde entdeckt werden. Dazu zählen u. a. Keramikscherben, Pfeilspitzen, Bernsteinperlen, Beile und andere Feuersteingeräte. Eine weitere Besonderheit am Grab sind die am umgekippten Wächterstein und an einem der Einfassungssteine angebrachten Schälchen, die bis heute viele Fragen offen lassen.


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